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    6 min Lesezeit

    6 Fakten über Hausverwaltung, die Sie noch nicht kannten

    Nick Sharma
    Nick Sharma
    Mitgründer Geniefy · 27. Oktober 2026
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    In Deutschland gibt es über 26.000 Hausverwaltungen. Zusammen setzen sie rund 24,9 Mrd. € im Jahr um, und der größte Verwalter hält nur etwa 1,5 % des Marktes. Hier sind sechs Fakten über Hausverwaltung, die Sie noch nicht kannten. Alle Zahlen stammen aus amtlichen Statistiken und Branchenstudien, unter anderem von Destatis, dem Zensus und dem VDIV. Stand: Oktober 2026.

    Handgezeichnete Grafik: 6 Fakten über Hausverwaltung, die Sie noch nicht kannten. Ein Haus mit Preisschild 0,97 Euro

    Die 6 Fakten auf einen Blick

    • Größer als Schokolade: 24,9 Mrd. € Umsatz im Jahr, fast so viel wie die Deutsche Bahn.
    • Der Größte hat 1,5 %: So wenig Marktanteil hat der größte Verwalter Deutschlands.
    • Von 30 DM zu 29 €: Seit 1998 ist die Verwaltergebühr real nur um 15 % gestiegen.
    • 0,97 € pro Tag: So viel kostet die WEG-Verwaltung einer Wohnung, weniger als ein Cappuccino.
    • Wo Verwalter fehlen: Baden-Württemberg hat 20,8 % aller WEG-Wohnungen, aber nur 12,4 % der Verwaltungen.
    • Aufhören statt verkaufen: Auf 37 Betriebsaufgaben kommt eine registrierte Übergabe.

    1. Größer als Schokolade: so groß ist die Hausverwaltungsbranche

    Hausverwaltung klingt nach kleinem Büro. Zusammen ist sie fast so groß wie die Deutsche Bahn. Umsatz pro Jahr in Deutschland (Hausverwaltung: Destatis, Umsatzsteuerstatistik 2023):

    BrancheUmsatz pro Jahr
    Deutsche Bahn26,2 Mrd. €
    Hausverwaltung24,9 Mrd. €
    Süßwarenindustrie17,4 Mrd. €
    Bundesliga, 1. und 2. Liga6,3 Mrd. €
    Alle Fitnessstudios5,8 Mrd. €
    FC Bayern0,95 Mrd. €

    Rund 150.000 Menschen arbeiten in der Hausverwaltung (Destatis, Strukturerhebung 2019). Fast so viele wie in allen Fitnessstudios.

    Balkendiagramm Umsatz pro Jahr in Deutschland: Deutsche Bahn 26,2 Mrd. Euro, Hausverwaltung 24,9 Mrd. Euro, Süßwarenindustrie 17,4 Mrd. Euro, Bundesliga 6,3 Mrd. Euro, Fitnessstudios 5,8 Mrd. Euro, FC Bayern 0,95 Mrd. Euro

    2. Der Größte hat 1,5 %: die größte Hausverwaltung Deutschlands

    So viel vom Markt hält der größte Verwalter Deutschlands, Emeria. In anderen Ländern ist der Marktführer deutlich größer:

    LandMarktführerMarktanteil
    DeutschlandEmeriaca. 1,5 %
    SchweizWincasaca. 4 %
    EnglandFirstPortca. 7 %
    NiederlandeUrban Care Groupca. 11 %
    FrankreichFoncia10 bis 20 %

    Laut Umsatzsteuerstatistik 2023 gibt es in Deutschland 26.028 Immobilienverwaltungen. Historisch erzielten fast drei von vier weniger als 250.000 € Jahresumsatz. Ein extrem fragmentierter Markt.

    Europakarte mit dem Marktanteil des größten Verwalters: Deutschland 1,5 Prozent (Emeria), England 7 Prozent (FirstPort), Niederlande 11 Prozent (Urban Care), Schweiz 4 Prozent (Wincasa), Frankreich 10 bis 20 Prozent (Foncia)

    3. Von 30 DM zu 29 €: so hat sich die Verwaltergebühr entwickelt

    1998: 30 DM pro Wohnung und Monat. Heute: 29,12 € netto (VDIV-Branchenbarometer 2026). Klingt nach fast doppelt so viel. Ist es nicht.

    • 1998: 30 DM, also 15,34 € pro Wohnung und Monat. Inflationsbereinigt wären das heute 25,27 €.
    • 2010 bis 2018: nur +44 Cent pro Jahr.
    • 2023 bis 2025, nach Corona: +1,26 € pro Jahr. Fast dreimal so schnell.

    In 27 Jahren ist die Gebühr damit real nur um rund 15 % gestiegen. Der Wert von 1998 stammt aus einem einzelnen, gerichtlich dokumentierten Vertrag.

    Liniendiagramm der WEG-Verwaltergebühr pro Wohnung von 1998 bis 2025: 15,34 Euro (30 DM) 1998, 17,47 Euro 2010, 21,02 Euro 2018, 26,60 Euro 2023, 29,12 Euro 2025, verglichen mit 30 DM inflationsbereinigt (25,27 Euro)

    4. 0,97 € pro Tag: was WEG-Verwaltung pro Wohnung kostet

    So günstig ist WEG-Verwaltung: Eine Wohnung kostet im Schnitt 29,12 € netto im Monat, also 0,97 € pro Tag (VDIV-Branchenbarometer 2026). Ein Cappuccino kostet 3,14 €. Was andere nehmen, pro Jahr vom Wert einer Wohnung von 138.000 €:

    Wer verwaltetGebühr pro Jahr vom Wert
    Vermögensverwalter0,8 bis 1,5 %
    Aktiver Fonds (Deutschland)1,27 %
    Aktien-ETF (Europa)0,35 %
    WEG-Verwalter0,25 %

    Ein Verkauf dieser Wohnung bringt dem Makler einmal rund 4.900 €. Der Verwalter braucht dafür 14 Jahre.

    Grafik 0,97 Euro pro Tag: WEG-Verwaltung einer Wohnung kostet weniger als ein Cappuccino (3,14 Euro). Balken der Jahresgebühr vom Wert: Vermögensverwalter 0,8 bis 1,5 Prozent, aktiver Fonds 1,27 Prozent, Aktien-ETF 0,35 Prozent, WEG-Verwalter 0,25 Prozent

    5. Wo Verwalter fehlen: Hausverwaltungen und Preise nach Bundesland

    Hausverwaltungen vs. WEG-Wohnungen: Baden-Württemberg hat 20,8 % aller WEG-Wohnungen, aber nur 12,4 % der erfassten Hausverwaltungen.

    LandVerwalterWEG-Wohnungen€ pro Wohnung
    NRW24,2 %22,2 %40 €
    Bayern17,7 %18,4 %40 €
    Baden-Württemberg12,4 %20,8 %47 €
    Niedersachsen8,5 %7,5 %30 €
    Hessen7,1 %6,7 %35 €
    Berlin6,4 %4,0 %35 €
    Sachsen4,4 %4,3 %34 €
    Rheinland-Pfalz4,0 %3,7 %39 €
    Hamburg3,3 %2,0 %38 €
    Schleswig-Holstein3,0 %2,7 %37 €
    Brandenburg2,5 %1,1 %38 €
    Thüringen1,6 %2,0 %43 €
    Sachsen-Anhalt1,6 %1,7 %32 €
    Mecklenburg-Vorpommern1,5 %1,0 %30 €
    Bremen1,0 %1,0 %34 €
    Saarland0,9 %1,1 %31 €

    Wo Verwalter knapp sind, sind sie teuer: 47 € in Baden-Württemberg, 40 € im Bundesschnitt (brutto). In absoluten Zahlen heißt das: rund 7.400 erfasste Hausverwaltungen in NRW, 5.400 in Bayern, 3.800 in Baden-Württemberg, 2.600 in Niedersachsen und gut 1.900 in Berlin.

    Balkendiagramm nach Bundesland: Anteil an allen Hausverwaltungen und an allen WEG-Wohnungen mit Preis pro Wohnung. Baden-Württemberg 12,4 zu 20,8 Prozent bei 47 Euro und Thüringen markiert als zu wenige Verwalter

    6. Aufhören statt verkaufen: Nachfolge in der Hausverwaltung

    Auf 37 Betriebe, die aufhören, kommt in der Immobilienbranche eine registrierte Übergabe (Destatis, Gewerbeanzeigen 2023). Was nach 30 Jahren passiert:

    • 38 % der Beschäftigten sind 55 oder älter. In der Wirtschaft insgesamt sind es 27 %.
    • 6 von 10 Inhabern haben keinen konkreten Nachfolgeplan (VDIV).
    • 0,5 % der Immobilien-Studierenden wollen in eine Hausverwaltung.
    • Rund 290 € zahlt ein Käufer pro Einheit, etwa einen Jahresumsatz.

    Verwaltungen gehen selten pleite. Sie hören einfach auf.

    Grafik: 37 durchgestrichene Häuser und ein übergebenes Haus, dazu 38 Prozent der Beschäftigten sind 55 plus, 6 von 10 Inhabern ohne Nachfolgeplan, 0,5 Prozent der Studierenden wollen in eine Hausverwaltung, rund 290 Euro pro Einheit Kaufpreis

    Und das Telefon: 82 % der Mieter rufen an

    82 % der Mieter rufen ihre Verwaltung an (Bitkom, Januar 2026). 66 % schreiben Briefe, 58 % E-Mails. Nur 1 % nutzt eine App. Gleichzeitig nennen sich 62 % der Verwaltungen überlastet.

    Viele Anfragen wiederholen sich: Schadensmeldungen, Termine, Fragen zur Abrechnung. Genau hier lässt sich Zeit gewinnen, ohne den persönlichen Kontakt aufzugeben:

    Wie Telefon, WhatsApp und E-Mail in einem Agenten zusammenlaufen, zeigt KI-Mieterkommunikation. Was ein KI-Anrufbeantworter kann und was Voice AI darüber hinaus leistet, erklären wir separat. Welche Aufgaben sich überhaupt automatisieren lassen, steht in Hausverwaltung automatisieren.

    Grafik: 82 Prozent der Mieter rufen ihre Verwaltung an, nur 1 Prozent nutzt eine App. Ein klingelndes Telefon

    Hausverwaltung in Zahlen: die wichtigsten Kennzahlen 2026

    KennzahlWert
    Hausverwaltungen in Deutschland26.028 (2023)
    Umsatz der Branche24,9 Mrd. € (2023)
    Beschäftigterund 150.000
    Eigentumswohnungen9,28 Mio.
    WEG-Verwaltung pro Wohnung29,12 € netto im Monat
    Mietverwaltung pro Wohnung30,19 € netto im Monat
    Umsatzrendite (Median)13,4 %
    Verwaltungen mit unter 250.000 € Umsatzfast drei von vier
    Marktanteil des größten Verwaltersca. 1,5 %
    Mieter, die ihre Verwaltung anrufen82 %

    Quellen

    Häufige Fragen

    Wie viele Hausverwaltungen gibt es in Deutschland?

    Laut Umsatzsteuerstatistik 2023 gibt es 26.028 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, die Grundstücke, Gebäude und Wohnungen für Dritte verwalten. Historisch erzielten fast drei von vier weniger als 250.000 € Jahresumsatz.

    Wie groß ist die Hausverwaltungsbranche in Deutschland?

    Die Branche setzte 2023 rund 24,9 Milliarden Euro um, mehr als die Süßwarenindustrie (17,4 Milliarden Euro Produktionswert) und fast so viel wie die Deutsche Bahn (26,2 Milliarden Euro). Rund 150.000 Menschen arbeiten in ihr.

    Was kostet eine WEG-Verwaltung pro Wohnung?

    Laut VDIV-Branchenbarometer 2026 lag die Grundvergütung 2025 im Schnitt bei 29,12 € netto pro Wohnung und Monat, also 0,97 € pro Tag. Kleine WEGs mit bis zu elf Einheiten zahlen mehr (35,84 €), große mit 100 und mehr Einheiten weniger (23,56 €).

    Wer ist die größte Hausverwaltung in Deutschland?

    Nach eigenen Angaben ist es Emeria, früher Foncia Deutschland, mit rund 150.000 Wohnungen. Das entspricht etwa 1,5 % der professionell verwalteten Wohnungen. In Frankreich hält der Marktführer 10 bis 20 %, in England rund 7 %.

    In welchem Bundesland ist Hausverwaltung am teuersten?

    In Baden-Württemberg: Dort kostet die WEG-Verwaltung im Schnitt 47 € pro Wohnung und Monat (brutto, Angebotsdaten), bundesweit sind es 40 €. Das Land hat 20,8 % aller WEG-Wohnungen, aber nur 12,4 % der Hausverwaltungen.

    Wie erreichen Mieter ihre Hausverwaltung am häufigsten?

    Per Telefon: 82 % der Mieter rufen an, 66 % schreiben Briefe und 58 % E-Mails. Eine App nutzt nur 1 % (Bitkom, Januar 2026).

    Wie viele Hausverwaltungen gibt es in Baden-Württemberg, Bayern und NRW?

    Laut Verzeichnisdaten (Listflix 2025) gibt es rund 7.400 Hausverwaltungen in Nordrhein-Westfalen, 5.400 in Bayern, 3.800 in Baden-Württemberg, 2.600 in Niedersachsen, 2.200 in Hessen und gut 1.900 in Berlin. Das Verzeichnis zählt auch Mietverwalter und liegt deshalb über der Umsatzsteuerstatistik.

    Wie viel verdient eine Hausverwaltung pro Wohnung?

    Für die WEG-Verwaltung im Schnitt 29,12 € netto pro Wohnung und Monat, also rund 350 € im Jahr. Für die Mietverwaltung sind es 30,19 € netto oder etwa 5,5 % der Miete (VDIV-Branchenbarometer 2026). Die mittlere Umsatzrendite liegt bei 13,4 %, fast doppelt so hoch wie im Mittelstand (7,0 %).

    Wie hat sich die Verwaltergebühr seit 1998 entwickelt?

    1998 lag sie in einem gerichtlich dokumentierten Vertrag bei 30 DM, also 15,34 € pro Wohnung und Monat. 2025 lag der Schnitt bei 29,12 €. Inflationsbereinigt wären 30 DM heute 25,27 €, real ist die Gebühr also nur um rund 15 % gestiegen.

    Wie viele Menschen arbeiten in der Hausverwaltung?

    Rund 150.000 Menschen, davon etwa 119.000 Angestellte (Destatis, Strukturerhebung 2019). Eine Verwaltung hat im Schnitt 4,6 Beschäftigte und betreut rund 1.235 Einheiten.

    Finden Hausverwaltungen einen Nachfolger?

    Selten. Auf 37 Betriebsaufgaben kommt in der Immobilienbranche eine registrierte Übergabe (Destatis, Gewerbeanzeigen 2023), und 6 von 10 Inhabern haben keinen konkreten Nachfolgeplan (VDIV). Wer verkauft, erzielt rund 290 € pro Einheit, etwa einen Jahresumsatz.

    Kann KI Anrufe, WhatsApp und E-Mails einer Hausverwaltung beantworten?

    Ja. Ein KI-Agent nimmt Anrufe rund um die Uhr an, beantwortet WhatsApp-Nachrichten auch mit Fotos und ordnet E-Mails dem richtigen Objekt zu. Dringendes wird sofort weitergeleitet, alles andere landet als Vorgang in Ihrem bestehenden CRM. Mieter nutzen dabei weiter den Kanal, den sie gewohnt sind.

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    Excellenzfürs Durchlesen

    Bis zum Schluss gelesen.

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